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Vermehrung

Die Nachzucht von Leopardgeckos ist sicher eine der interessantesten Phasen der Geckopflege. Der Markt ist leider vollkommen überschwemmt von Leopardgeckos, sodass sie zum Teil zum Schleuderpreis geradezu "verramscht" werden. Trotzdem sollte man die Nachzucht einfach mal mitgemacht haben.

Inkubation der Leopardgeckoeier



Die Inkubation der Leopardgeckoeier ist relativ einfach. Am einfachsten geht dieses mit einem im Handel erhältlichen Inkubator. Ich benutze einen sogenannten Flächenbrüter der Firma Bruja. Dazu nehme ich die Eier aus dem Eiablagebehälter im Terrarium und überführe sie vorsichtig in eine mit Vermiculit gefüllte Schale. Das Vermiculit sollte gut durchfeuchtet, aber keinesfalls nass sein. Mit dem Daumen einfach kleine Kuhlen eindrücken und dort die Eier platzieren. Achtung, beim Herausnehmen aus dem Eiablagebehälter, denn 24 Stunden nach Ablage durch das Weibchen dürfen die Eier nicht mehr gedreht werden und müssen genau so im Brutkasten platziert werden, wie sie vorgefunden wurden. Bei Leopardgeckos kann man das schlüpfende Geschlecht zu einem sehr hohen Prozentsatz durch die Inkubationstemperatur festlegen. Folgende kleine Aufstellung soll Ihnen die Temperaturbereiche und Zeitigungsdauer etwas verdeutlichen:

Temperatur Geschlechter-Schlupfquote Zeitungsdauer
Unter 24°C
Unter 25°C sollte nicht inkubiert werden. Zu kühle Temperaturen bringen eine hohe Verlustrate mit sich, falls überhaupt etwas schlüpft.
k.A.
24°C - 27°C
Zu fast 100% schlüpfen weibliche Leopardgeckos.
ca. 70-90 Tage
27°C - 28°C
Es schlüpfen 75% Weibchen und 25% Männchen.
ca. 50-60 Tage
28°C - 30°C
Hier ist ein Verhältnis von 50% pro Geschlecht anzunehmen.
ca. 40-50 Tage
30°C - 31°C
Es schlüpfen 30% Weibchen und 70% Männchen.
ca. 35-45 Tage
31°C - 33°C
Zu fast 100% schlüpfen männliche Leopardgeckos.
ca. 35-40 Tage
Über 33,5°C
Wiedrum fast ausschließlich Weibchen, allerdings ist bei dieser Temperatur genauso wie bei 24°C die Verlustrate während der Brutzeit recht hoch.
k.A.


Die Luftfeuchte sollte während der ganzen Inkubation etwa ab 75% aufwärts betragen. Optimalste Ergebnisse habe ich bei etwa 80-85% Luftfeuchte erreicht. Das ist ein Wert bei dem die Eier nicht wegen zu geringer Luftfeuchte einzufallen drohen, aber auch die Gefahr von Schimmel noch händelbar ist. Da ich meine Leopardgeckos in feuchten Lehm/Sand-Boden lege lasse, sind die Eier eh immer ganz leicht mit Erde überzogen. Nach meiner Erfahrung schützt dieses auch vor Schimmel, dann seit ich das so handhabe hatte ich nie wieder ein von Schimmelsporen befallenenes Ei im Inkubator gehabt. Ein weiterer Tip ist der Einsatz von Aktivkohle, erhältlich im Aquarienzubehörhandel oder in der Apotheke. Dieses rund um die Eier in das Vermiculit streuen oder eventuelle auch vorher schon mit unterarbeiten.
Sollte die Luftfeuchte während der Inkubation abfallen, kann man diese durch nachfeuchten des Vermiculits wieder erhöhen. Auch haben feuchte Schwämme oder zusätzlich aufgestellte Wasserschälchen im Inkubator schon gute Dienste geleistet. Keinesfalls sollten die Eier mit dem Wasser in Berührung kommen, also immer schön drumherum befeuchten. Ob die Luftfeuchte zu niedrig ist, sehen sie einmal natürlich am Hygrometer, was im Inkubator nicht fehlen darf und einmal an eventuellen Dellen in den Eiern. Solange Sie die Luftfeuchte dann wieder erhöhen ist das nicht sonderlich schlimm und die Dellen vershwinden wieder von selbst innerhalb der nächsten Stunden.